Baby-Update: 1 Monat

F4F7973F-F27B-429D-87D4-D6EE8BC02184Einen Monat ist unser kleiner Felix am vergangenen Samstag schon alt geworden! Die Zeit vergeht wahnsinnig schnell, jeder Tag verrinnt nur so zwischen den Fingern. Trotzdem haben wir keine Mühe gescheut, um halbwegs pünktlich unser erstes Baby-Update online zu stellen 😉 ich hab mich im Internet umgesehen und – wie schon bei meinen Schwangerschaftsupdates – einige interessante Stichworte zusammengetragen. Wenn Ihr noch weitere Fragen für die nächsten Updates an mich habt, schreibt sie mir unbedingt in die Kommentare!

Und los gehts – es ist ein kleiner Roman geworden!

Mamas Monat

Rückbildung und Genesung

Ich bin noch ganz begeistert, wie schnell ich doch wieder fit war. Am ersten Tag im Krankenhaus hatte ich noch etwas Kreislauf und beim Atmen so ein beklemmendes Gefühl im Brustkorb. Ersteres war schon Mittags kein Problem mehr. Letzteres war dann auch nach ein paar Tagen verschwunden. Die Ärzte waren auch mit der Rückbildung der Gebärmutter sehr zufrieden.

Da ich keinen Dammriss/-schnitt hatte, stellte diese Region mich nicht vor Schwierigkeiten. Die Fäden, mit denen mein Labienriss genäht wurde, drückten allerdings nach wenigen Tagen so schmerzhaft, dass meine Hebamme sie daheim schon vorzeitig zog. Dann tat auch sofort nichts mehr weh.

Meinen Beckenboden spüre ich schon noch gelegentlich. Da hätte ich mir sicher noch mehr Erholung und Ruhe gönnen sollen… aber wie das immer so ist… nur liegen geht klar, wenn ich wirklich krank bin. Es ist aber eher bedrückend für mich, wenn ich mich ja eigentlich gut fühle. Ich mache mittlerweile schon meine Sachen im Haushalt und trage den Kleinen viel, aber ich verbringe immer noch viel Zeit auf dem Balkon oder Sofa.

Mein Körper 

Wahnsinn, was mein Körper in so kurzer Zeit geschafft hat! Aus zwei winzigen Zellen ist ein echtes Baby herangewachsen. Im Laufe der Schwangerschaft habe ich knapp 16kg zugenommen und einige Centimeter Bauchumfang (zum Schluss insgesamt 102cm) gewonnen.

Eine Woche nach Felix‘ Geburt waren 10kg schon wieder runter, seitdem hat sich gewichtsmäßig nicht mehr wirklich was getan. Aber so passe ich natürlich wieder in die meisten Outfits von vor der Schwangerschaft! Die letzten Kilos sind ja angeblich die hartnäckigsten! Figurtechnisch ist eigentlich alles wieder beim Alten – ein, zwei Centimeter sind an manchen Stellen noch mehr „dran“. Nur am Bauch ist es natürlich noch mehr – genau genommen ca. 10cm purer Babyspeck 🙂 aber auch das wird schon werden. Was mich zum nächsten Punkt bringt:

Sport

An Felix‘ erstem Monatsgeburtstag habe ich – nachdem ich mir grünes Licht von meiner Hebamme geholt habe – wieder angefangen, leichten Sport zu treiben.

Konkret bedeutet das, dass ich zweimal pro Woche Krafttraining (hauptsächlich Beine, Po, Arme, Rücken), einmal Yoga-Rückbildungsgymnastik und einmal Ausdauertraining (Walken, Radfahren) machen möchte. Nachdem ich dann den Rückbildungskurs beendet habe, kann ich ja auch die Trainingsintensität wieder erhöhen. Joggen ist laut meiner Hebamme allerdings noch 6-9 Monate nach der Geburt Tabu 😦

Viel schwieriger finde ich es, die 20-30 Minuten fürs Training zu finden. Dazu aber unten mehr.

Meine Stimmung

Ich hatte aus verschiedenen Gründen immer angenommen, dass ich ein guter Kandidat für eine Wochenbettdepression sein würde… die ersten Tage vergingen – der erwartete und gefürchtete Baby-Blues blieb aus. Klein-Felix musste wegen einer Infektion noch eine Woche auf der Säuglingsstation bleiben, ich zog eine Woche lang mit ins Krankenhaus in ein Mehrbettzimmer, um Stillen und Bonding nicht schon so früh aufgeben zu müssen . Das Stillen lief im Krankenhaus trotzdem eher schlecht als recht. Tagsüber und einen Großteil der Nächte verbrachte ich an Felix‘ Bettchen. Glücklich hat mich das natürlich nicht gemacht, aber die unter diesen Umständen sicher nicht ungewöhnliche Wochenbettdepression blieb mir auch hier erspart.

Mittlerweile sind wir ja schon ein paar Wochen daheim und einiges hat sich eingependelt. Es gibt Tage, an denen ich Baby, Hund, mich und Haushalt problemlos packe. Und es gibt die anderen Tage. Die Tage, an denen unser kleiner Mann so fordernd ist, dass ich es kaum schaffe, zwei reguläre Mahlzeiten zu essen. Die Tage, an denen er so viel weint, dass ich mich abends am liebsten weinend daneben legen würde. Und nicht zuletzt die Tage, an denen ich ihn so viele Stunden in der Trage umherschleppe, dass er eigentlich auch ohne Trage – nur an meinem Schweiß festgeklebt – halten würde. Ich finde, dass ich für eine Frau, zu deren Tugenden Geduld auf gar keinen Fall gehört, eine Engelsgeduld an den Tag lege 😀 Und wenn ich den kleinen Spatz so ansehe (ob schlafend, lächelnd oder weinend) weiß ich, dass alles gut ist und sooo viel schlechter sein könnte. Ich habe jetzt eine kleine Familie. Wir sind alle gesund, wir lieben einander abgöttisch und es wird schon alles werden! Vielleicht nicht sofort, aber immerhin sind wir die besten Eltern, die der Kleine je hatte 😉

Babys Monat

Kommen wir endlich zu den spannenden Fragen: wie ist es dem kleinen Spatz im ersten Monat ergangen?

Größe und Gewicht

Krass, wie schnell der kleine Mann schon wächst. Bei der Geburt wog er noch 3170g bei 48cm, kurz vor seinem Einmonatsgeburtstag brachte er schon 4300g und 3cm mehr auf die Waage! Langsam ist er aus Gr. 50 herausgewachsen, 56 sitzt aber noch recht locker! Windeln in Gr. 1 sind aber immer noch unsere Wahl. Woran merke ich eigentlich irgendwann, dass wir Gr. 2 brauchen?

Routine

Die Wochenenden laufen bei uns eher spotan, aber wochentags sieht es bei uns in etwa folgendermaßen aus:

Wenn um kurz nach 6 der Wecker klingelt, schläft Felix meistens noch. Die Gelegenheit für Mama, ihren Vorsprung zu nutzen. Also hüpfe ich aus dem Bett und mache schnell Frühstück, während mein Mann den Hund ausführt. Außerdem mache ich mich in Lichtgeschwindigkeit frisch, Zähne, Gesicht, Haare…

Wenn wir dann frühstücken meldet sich der kleine Mann meist auch allmählich. Dann wird er gewickelt und angezogen und bekommt dann auch sein Frühstück. 🙂

Den Vormittag über mach ich klar Schiff in der Wohnung. Wenn ich gaaanz viel Glück habe, schläft Felix ein wenig in seinem Kinderwagen. Mit weniger Glück stecke ich ihn in die Trage und putze Känguruh-Style.

Der Rest des Tages orientiert sich vorwiegend an Felix‘ Hunger. Dazwischen wird gekuschelt, Essen gekocht, spazieren gegangen, „gespielt“ und (wenn ich ganz viel Glück habe) geschlafen.

Seit letzter Woche lässt der kleine Mann sich auch mal auf eine Decke auf den Boden legen und strampelt dann auf dem Bauch oder auf dem Rücken ein wenig vor sich hin. Das finde ich besonders süß, denn dann guckt er ganz aufgeweckt und strengt sich richtig an 🙂

Abends gegen 20:30/21 Uhr passt dann Felix‘ Papa auf ihn auf, während ich dusche und alle paar Tage meine Haare wasche und föne. Gegen 22/22:30 Uhr gehen wir dann ins Bett…

Schlaf

…was die perfekte Überleitung zum Thema Schlaf ist!

Grundsätzlich sind hier die Tage und Nächte zu unterscheiden. Tagsüber schläft Felix eigentlich fast nur beim Stillen auf mir oder in der Trage (ein). Ganz selten auch mal im Kinderwagen. Wenn ich ihn schlafend hinlege, dauert es meist nur wenige Minuten, bis er schreit wie am Spieß. Manchmal hab ich aber auch Glück und er schläft längere Zeit im Kinderwagen oder auf dem Sofa… das sind allerdings wirkliche Glückstreffer. Da der Kleine so ausgesprochen anhänglich ist, fällt es mir sehr schwer, die Zeitfenster für Dinge zu finden, bei denen er nicht in der Trage mit kann: Duschen, Sport…

Abends stille ich ihn im Bett ein letztes Mal und dabei schlafen wir dann beide ein. Nachts wacht er – und ich weiß, dass mich jetzt der blanke Neid vieler anderer Mamas und Papas trifft – meist nur einmal auf, manchmal zweimal. Oft steck ich ihm nur eine Brust rein und wir schlafen weiter, manchmal will Monsieur auch gewickelt werden und ich stille ihn etwas ausgiebiger auf dem Sofa. Natürlich gabs auch schon schlechte Nächte, aber die kann ich bisher an einer Hand abzählen! Wir haben wahnsinniges Glück und ich bete jeden Abend zu allen Baby-Göttern, dass es anhalten möge!

Ernährung

Obwohl Felix im Krankenhaus noch genau nach Uhrzeit Muttermilch aus Brust und Flasche und Pre-Milch bekam, haben wir daheim dann innerhalb weniger Tage das Stillen in den Griff bekommen. Jetzt stille ich ihn so gut wie ausschließlich und nach Bedarf. Gelegentlich pumpe ich noch ab oder er bekommt mal ein Fläschchen, damit er besonders satt und damit ein noch liebenswerteres Baby (z.B. in öffentlichen Verkehrsmitteln) ist 😉 aber auch da wächst langsam unser Selbstvertrauen!

Er hat in der Regel einen Rhythmus zwischen zwei und drei Stunden. Abends stille ich ihn aber auch häufig fast nonstop, allerdings nuckelt er da mehr als er trinkt. Aber wenn es mir am Ende des Abends zu einem selig schlafenden Baby verhilft, kann ich mich an viel gewöhnen!

Entwicklung und Spiel

Es ist sehr schön zu sehen, wie viel wacher und lebhafter der kleine Spatz schon geworden ist! Auf seiner Decke strampelt er kräftig herum, guckt uns und seine nähere Umgebung aufmerksam an und ist insgesamt deutlich häufiger wach. Manchmal denke ich, dass er seine Hände nach etwas ausstreckt. Und mit 3 Wochen hat er sich vom Bauch auf den Rücken gedreht, gleich dreimal hintereinander! Aber für solche akrobatischen Leistungen ist es wohl eigentlich noch etwas früh – gepflegte Zufallstreffer… 🙂 aber süß wars schon!

Events und Ausflüge

Abgesehen von zahlreichen Abenteuerreisen, bei denen wir uns durch zahlreiche Gefahren kämpfen mussten – soll heißen Spaziergänge zu Drogerie, Apotheke und Supermarkt – waren das unsere Highlights: ein Treffen mit den anderen Mamas und Babys vom Geburtsvorbereitungskurs, mehrere Fahrten mit dem Auto in den Wald und zwei mit der Straßenbahn zum Kinderarzt.

Soweit erstmal zu unserem Baby-Update nach Monat 1! Es ist alles noch sehr aufregend, aber auch sehr schön! Ich bin schon unglaublich gespannt, was das Abenteuer, das sich Leben nennt,im nächsten Monat für uns bereit hält!

Eure Katrin

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2 Gedanken zu “Baby-Update: 1 Monat

    • Wau hat sich etwas abgeregt. Anfangs flitzte sie noch immer besorgt herbei, wenn Felix schrie ^^ anscheinend hat auch sie festgestellt, dass es sich dabei um die Werkseinstellung handelt und die Hundeohren auf Durchzug gestellt… 😉

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