#Kugelrund – Schwangerschaft und Körpergefühl

Hallo meine Lieben, bevor ich schwanger wurde, hatte ich gemischte Gefühle hinsichtlich der Veränderungen, die damit für meinen Körper einhergehen würden – „Mein Körper ist ein Tempel“… Wie meine Wahrnehmung jetzt (am Ende des 5. Monats) ist und ob sich an meinen Vorbehalten etwas geändert oder doch bewahrheitet hat, erzähle ich Euch im folgenden Post!



Nie wieder Bikini

Als wir unseren letzten Urlaub vor Ankunft des Babys buchten und es auch noch in die Sonne gehen sollte, war mein erster Impuls, sofort sämtliche mir bekannten Onlineshoppingseiten nach Umstands-Tankinis und Badeanzügen zu durchforsten. Ich, die ich mit günstigen Genen gesegnet und immer schlank und sportlich gewesen bin, könnte doch unmöglich meinen „dicken“ Schwangerschaftsbauch einfach so in die Sonne halten – nackig! Ich würde mich doch sicher dick und unansehnlich fühlen und was würden die Leute denken? Was für eine optische Zumutung! Obwohl ich selbst die Babybäuche anderer Frauen nie als unansehnlich o.ä. empfunden, sondern immer voller Anerkennung angeschaut hatte. Nun ja, mit neugierigen Blicken wird man wohl rechnen müssen, aber schlussendlich nimmt einen doch niemand so ernst, wie man sich selbst… Die Entscheidung fiel dann endgültig mit der Umstandsbademode-Bestellung und dem wachsenden Bäuchlein: ich würde mich im Bikini räkeln, wie immer! Zum Einen war ich schon immer eher ein Bikini-Mädel, fand Badeanzüge immer etwas bieder und eher was für angehende Olympioniken. Auch die Tankinis für Schwangere kamen mit sehr „umfangreichen“ Höschen, die ich etwas öd fand… Zum Anderen sehe ich es auch überhaupt nicht ein, 70€ für einen (zugegeben ganz hübschen) Tankini auszugeben, der das momentan Beste an mir verstecken verdecken würde. Und außer am Bauch habe ich bisher ohnehin nicht wirklich zugenommen. Eine erste Generalprobe im Hotelpool bewies: es ist alles gut! Und ich freue mich jetzt – mit geklärter Outfitfrage – wie wahnsinnig auf unseren Urlaub!

Wal – Walross – Schwanger?

Dann mal noch ein paar Worte zum Bauch an sich: es gibt doch einen ganz klaren Unterschied zwischen „Bauch weil schwanger“ und „Bauch weil zu viel Pizza“. Optisch. Aber auch gefühlsmäßig. Ich freue mich über jeden Zentimeter und streichel immer mal über mein Bäuchlein, quasi um Kontakt zu meinem Baby aufzunehmen. Der Bauch wird stolz vorneweg getragen. Keine Spur von unangenehmen Gefühlen. Obwohl ich schon zugeben muss, dass ich mich ohne Bauch grundsätzlich sexier gefühlt habe. Da haben wahrscheinlich Jahre der gesellschaftlichen Konditionierung und des Fitnesstrainings ihre Spuren hinterlassen… Aber ich fühle mich auch mit ein paar Kilos mehr sehr wohl, weiß ich doch, dass alles einem guten Zweck dient. Eine ziemliche Umstellung für jemanden, der immer ein Auge darauf hatte, nicht deutlich zu- (oder ab-)zunehmen. Sie fiel mir erstaunlich leicht! Sexy? Naja, als Miss Universum würde ich mich vielleicht nicht vorschlagen. Aber weiblich, lebendig und überquellend vor Stolz und Liebe? Unterschreibe ich sofort!

Streifenhörnchen vs. Zebra

Zum Thema Dehnungsstreifen kann ich bisher (glücklicherweise) noch nichts sagen. Möglich, dass sie kommen. Möglich, dass sie mich stören werden, vor allem nach der Schwangerschaft. Wahrscheinlich, dass ich ohnehin nichts ändern kann… aber mein Baby würde ich trotzdem nicht eintauschen – das versteht sich doch! 🙂

Nie mehr allein aufs Klo

Bei so vielen Dingen, die man in der Schwangerschaft beachten soll, fällt es manchmal schwer, sich auch innerlich noch als Herrin über den eigenen Körper zu fühlen. Frau ist nie mehr allein. Ein Zustand, der sich in den nächsten Jahren wohl auch nicht mehr groß ändern wird 😉 Ob man mit Übelkeit zu kämpfen hat, ständig Heißhunger bekommt, Kreislaufprobleme einem das Stehen Leben schwer machen oder man alle 20 Minuten aufs Töpfchen flitzt – frau funktioniert nur noch in zweiter Linie zum eigenen Wohlbefinden…

Mein Körper ist ein Tempel, zu dem jeder Zutritt hat…

Es kommt nicht überraschend, aber es ist tatsächlich so, dass viele Menschen (bis hin zu nahezu völlig Fremden), sich bemüßigt fühlen, Kommentare und Fragen zu meinem Körper auf mich abzuschießen. Damit meine ich gar nicht mal die „guten Ratschläge“, vor denen immer alle warnen. Ich meine Nachfragen nach recht intimen Details meines Wohlbefindens, unerfragte Erzählungen von diversen Geburtsverläufen (selten selbst erlebt, aber meistens drastisch und verstörend) und klare Meinungen zu geplanten Kaiserschnitten, PDAs und Stillen… Versteht mich bitte nicht falsch, ich tausche mich total gern zu all diesen Themen aus, lese viel dazu und bin über jede Anregung und Information dankbar. Aber sehr drastische Sichtweisen völlig Fremder, die einen gepflegten Diskurs oder auch nur eine abweichende Meinung kaum mehr zulassen (O-Ton „es geht ja nur ein Kaiserschnitt, sonst bist du untenrum ja völlig zerfleddert“, „wenn der Mann bei der Geburt zu viel sieht, findet er nie wieder Gefallen an Sex mit dir“ und ähnliches). Was soll man als Schwangere denn zu solchen vernichtenden Aussagen beisteuern? „Da hast du wohl recht, ich geb das Baby einfach wieder zurück und kaufe doch den Sportwagen“? Gemeinsamer Austausch gern, aber ein unsensibler Umgang mit der Intimsphäre muss ja wirklich nicht sein…

Wie seid Ihr mit den körperlichen Veränderungen in der Schwangerschaft zurecht gekommen bzw. wie kommt Ihr damit zurecht? Und wenn Ihr (noch) nicht schwanger seid – wie stellt Ihr es Euch vor? Habt Ihr auch ein etwas mulmiges Gefühl? Ich freue mich darauf, Eure Kommentare zu diesem Thema zu lesen! 

Eure Katrin

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s