Wandern für Eilige: mein erster Trail-Lauf

Lauf

Wer mich kennt weiß, dass ich sehr gern im Wald spazierengehe oder wandere und auch im Urlaub Wandern immer wieder auf meinem Programm steht. Ich finde es einfach herrlich, durch die Natur zu streifen, die Ruhe zu genießen, ein wenig aus der Puste zu geraten und dabei einfach abzuschalten.

Auch das Laufen gehört ja mittlerweile regelmäßig zu meiner Freizeit und auch hier genieße ich die Natur. Allerdings zu 100 % auf asphaltierten Wegen und im Zweifel umkreist von Wochenend-Radlern und Gassigehern. Zum Laufen in den ruhigeren Taunus zu fahren hat sich irgendwie noch nicht so richtig ergeben. Zumal wir dann eher den Hund mitnehmen und dann eben wandern würden.

Geliebäugelt hatte ich ja schon länger mit dem Trail-Laufen, aber erst am 13.06.2015 sind mein Liebster und ich bei unserem ersten Trail-Lauf an den Start gegangen.

Der 1. Taunus-Trail-Run in Eisenbach war damit auch mein Trail-Debüt! 260 Höhenmeter galt es zu überwinden, rauf und wieder runter! Gleich die ersten zwei Kilometer waren hammerhart, nur bergauf und nach 200 Metern zweifelte ich stark an meiner Entscheidung… als ob die Veranstalter uns sagen wollten „Ach, Ihr glaubt also, einen Trail-Lauf laufen zu wollen?“

Aber ich fand meinen Rhythmus und lief mitunter ziemlich flink. Bergab. Aber auch bergauf. Besonders toll fand ich die Stimmung unter den Läufern. Noch nie bin ich mit anderen Teilnehmern im „Wettkampf“ ins Gespräch gekommen, aber hier, wo nur knapp über 100 Teilnehmer über die 11,2 km an den Start gingen, stand sichtlich der Spaß im Vordergrund. Und so lief man auch mal gemeinsam ein Stück und unterhielt sich über den Laufgott und die Welt. Und dann lief man mal wieder ganz für sich und konnte die Stille genießen!

Die Steigungen waren auch im weiteren Verlauf sehr anstrengend, aber ich habe einfach immer einen Fuß vor den anderen gesetzt und den Blick auf ein nahes Ziel, wie einen Baum oder Strauch gerichtet und dem noch vor mir liegenden Berg nicht zu viel Beachtung geschenkt. Kurz vor Schluss galt es sogar, einen kleinen Bachlauf zu überspringen. Ansonsten ging es über naturbelassene Waldwege (kein Asphalt oder Schotter, bis auf ein winziges Stück am Ende), man musste um Löcher und Baumwurzeln herumlaufen und immer die Augen auf den Weg vor sich richten. Dadurch habe ich den tollen Wald aber sicher nicht so gewürdigt, wie ich es beim Wandern getan hätte. Und als es kurz vor dem Ziel noch einmal mega steil bergauf ging, musste ich (mental) auch ein Stück gehen.

Nach 1:04,10 (brutto) bin ich überglücklich über die Ziellinie gestolpert und freute mich dann riesig auf ein kühles alkoholfreies Weizenbier und das große Kuchenbuffet. Die VLG Eisenbach hatte nämlich für ein ganz liebevolles Rahmenprogramm a la Dorffest, mit selbstgebackenen Kuchen und Bratwurst & Co. gesorgt! Das gefällt mir immer besonders gut an kleinen Volksläufen!

Mein Fazit zum Trail-Laufen:

Mir hat der Lauf total viel Spaß gemacht. Am nächsten Tag hatte ich tierischen Muskelkater in den Füßen und Beinen, an Stellen, die mir nach dem Laufen bisher noch nie weh taten. Von der Landschaft und der Natur habe ich persönlich während des Laufs nicht allzu viel mitbekommen, dafür war ein solcher Wettkampf aber auch nicht unbedingt gedacht… Ich werde sicher noch öfter bei Trail-Läufen an den Start gehen. Aber ich kann mir auch sehr gut vorstellen, einfach mal auf eigene Faust im Taunus über Stock und über Stein zu laufen! Denn dann kann ich auch einfach mal nach Belieben anhalten und die Aussicht genießen, denn dann ist es ganz egal, ob die Uhr dabei weiterläuft.

Ein ähnliches Freizeit-Trail-Erlebnis hatte ich vor ein paar Jahren schon einmal in unserem Urlaub in Österreich: ich wollte morgens einfach ein Ründchen laufen und hatte mir eine ausgeschilderte 10 km-Laufrunde ausgesucht. Es ging höhenmetermäßig ordentlich zur Sache, aber da mir mein Tempo eigentlich egal war, ging ich auch mal ein Stück, machte mal ein Foto, badete meine Füße kurz in einem Bach und sog einfach das tolle Wetter und die Natur auf wie ein Schwamm. Am Ende kürzte ich ein wenig ab, und hatte „ewig“ für die Runde gebraucht. Aber es war unvergesslich schön!

Also: der nächste Trail-Wettkampf kommt bestimmt, aber Genießen geht vielleicht doch eher auf eigene Faust!

Habt Ihr schon einmal einen Trail-Lauf gemacht? Oder sogar einen Wettkampf?

Eure Katrin

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