Meine Morgenroutine

Über die Vorteile des frühen Aufstehens und insbesondere des Frühsports hatte ich ja bereits berichtet. Und in einem anderen Post hatten wir festgestellt, wie wichtig die richtige Einstellung im Leben ist.

Wie ich endlich das richtige Morgenritual für mich und damit mehr Freude am frühen Morgen gefunden habe, erfahrt Ihr in diesem Post!


Eigentlich bin ich immer diejenige gewesen, welche es schafft, den Wecker auszuschalten noch während sie schläft.

Oder ich stehe sogar mitten in der Nacht auf, um ihn schon vorsorglich auf eine spätere Uhrzeit zu stellen… und damit vorsorglich auch auf meinen geplanten Frühsport zu verzichten – sicher ist sicher!

Einmal klingelte meine Nachbarin aus dem Stockwerk unter mir an meiner Tür um mich darum zu bitten, meinen Wecker morgens um 6 doch bitte nicht eine Stunde lang auf voller Lautstärke tröten zu lassen, er wecke sie. Tja, während sie wegen meines Weckers morgens senkrecht im Bett saß befand ich mich weiterhin in der Waagerechten und schlief in aller Ruhe noch ein Stündchen…

Schon seit einer gefühlten Ewigkeit habe ich versucht, früh(er) aufzustehen und das auch noch mit Energie und Freude auf den Tag… Am besten sollte ich dann morgens auch noch gleich Sport treiben, da ich ja schon festgestellt hatte, dass ich diesen am liebsten schon hinter mich bringe, bevor ich mich am Abend voller Unlust davor drücken kann.

Jahrelang habe ich also mit dem Morgen, mit dem Aufstehen und meiner Muffeligkeit gekämpft.

Und dann trat vor knapp einem Monat das Buch „The Miracle Morning: The Not-So-Obvious Secret Guaranteed to Transform Your Life (Before 8am)“ von Hal Elrod in mein Leben! Ich war ganz zufällig bei Amazon darüber gestolpert und dieser „Zufall“ hat mir genau das gegeben, was ich anscheinend all die Jahre gesucht hatte.

Hal beschreibt in seinem Buch eine einfache Morgenroutine, die aus verschiedenen Elementen, wie Meditation, Dankbarkeit, Affirmationen besteht.

Klingt nicht neu? Ist es auch nicht. Aber ich hatte die vielgepriesenen Bestandteile des „perfekten Morgens“ noch nie wirklich ausprobiert…

Ich verschlang das Buch also in zwei Abenden und startete daraufhin an einem Sonntag meine Morgenroutine.

Zunächst hatte ich mich genau an Hals Vorschlag gehalten, aber im Laufe des vergangenen Monats meine eigene Routine entwickelt, die davon teilweise abweicht.

  • Aufwachen & Co. (ca. 10 Minuten)

Wenn der Wecker klingelt, schäle ich mich aus der Bettdecke, schlurfe ins Bad, putze meine Zähne und ziehe entweder meinen Bademantel oder Sportsachen an, je nachdem was geplant ist.

  • Meditation (7 Minuten)

Mit meiner 7Mind-App meditiere ich dann 7 Minuten lang. Die Stille zu ertragen, ohne immer den eigenen Gedanken zu folgen, ist wirklich harte Arbeit für mich, tut aber sehr gut und macht erstaunlicherweise wacher!

  • Tagebuch (3 Minuten)

Als nächstes schreibe ich in mein Tagebuch, was am vergangenen Tag gut lief, was ich verbessern könnte, wofür ich dankbar bin und welche Dinge den kommenden Tag fantastisch machen werden! Außerdem formuliere ich eine positive Affirmation und sage sie einige Male laut vor mich hin (oder nicht ganz so laut, wenn ich den Rest des „Rudels“ nicht wecken will)…

  • Lektüre (5 Minuten)

Ich lese ein paar Seiten – vorzugsweise in einem motivierenden Buch. Zur Zeit lese ich morgens beispielsweise „Der Survival-Guide furs Leben“ von Bear Grylls! So bin ich gleich noch motivierter für den Tag und tue gleich morgens etwas für die Persönlichkeitsentwicklung!

  • Bloggen (5 Minuten)

Daraufhin blogge ich noch ein paar Minuten. Es ist mir in der letzten Zeit schwer gefallen, im Alltag Zeit zum Schreiben zu finden, aber indem ich jeden Morgen ein paar Worte schreibe, schreibe ich insgesamt mehr, als wenn ich ganze Posts am Stück zu schreiben versuche. Dieser Post ist beispielsweise im Laufe einer Woche morgens entstanden 🙂

  • Bewegung (5-60 Minuten)

Zuletzt bringe ich noch meinen Kreislauf in Schwung. Entweder mache ich ein paar Sonnengrüße (5 Min.; zum Beispiel, wenn ich wirklich wenig Zeit habe oder später noch mehr Sport geplant habe), ein Freeletics-Training (ca. 30 Min.) oder ich gehe Laufen (45-60 Min.). Manchmal frühstücke ich auch erst und sportel dann! Das ist ja auch das Schöne am Morgenritual: man kann es ganz auf die eigenen Bedürfnisse zuschneiden!

Dann kann der Rest des Tages kommen, denn ich bin wach und voller positiver Gedanken!

Meine Morgenroutine dauert also im kürzesten Fall 30-35 Minuten und macht mir richtig Spaß! Endlich gebe ich mir die Zeit und Ruhe, um richtig aufzuwachen, die ich anscheinend benötige. Häufig bin ich sogar um 5:15 Uhr aufgestanden, nur um meine Morgenroutine vor meinem Lauf zu machen. Einfach weil es mir so gut tut! Und ich habe morgens viel weniger mt mir zu kämpfen gehabt, weil ich mich auf etwas besonderes freuen kann! Ich stehe also quasi früher auf, um mehr Spaß am frühen Aufstehen (und am weiteren Tag) zu haben. Klingt irre, funktioniert aber!

Bis vor nicht allzu langer Zeit war ich fest davon überzeugt, dass ich einfach nicht genug schlafen könne, um endlich einmal morgens fit zu sein (#Morgenmuffel). Ich bin regelmäßig mit dem Glauben ins Bett gegangen, dass ich nur voller Energie in den Tag starten könne, wenn ich mindestens 9 Stunden durchschlafe. Oder noch viel schlimmer, ich habe mir abends bereits eingeredet, dass ich morgens sowieso total fertig sein würde und den Tag wie ein Zombie durchstehen müsse, deshalb auch keine Lust auf Sport haben würde, usw.

Ganz anders in der letzten Zeit und wieder ganz klar eine Frage der Einstellung: ich sage mir am Abend bereits, dass ich ausreichend viel Schlaf bekommen werde (egal, ob ich 6, 7 oder 10 Stunden bekomme, egal, ob ich durchschlafe) und deshalb morgens fit sein werde. Ich visualisiere, wie ich voller Energie aus dem Bett hüpfe und meinen Tag mit meiner Morgenroutine beginne… und es klappt!

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich morgens gar nicht mehr müde ware (und mal im Ernst – drei Nächte in Folge nur fünf Stunden Schlaf sind doch einfach zu wenig). Aber ich kann täglich an meiner Einstellung arbeiten. Wieso sollten wir nur dazu in der Lage sein, unseren Tag produktiv zu gestalten, wenn wir 100%ig ausgeschlafen, gut gelaunt und top motiviert sind? Und mal im Ernst, wer ist diese drei Dinge schon regelmäßig? Dann müsste der Rest von uns ja per se zum Scheitern verurteilt sein… Also gilt es auch hier wieder, die Perspektive zu ändern und mein Bestes zu geben, unabhängig von externen Faktoren, wie z.B. Schlaf!

Außerdem hat mir diese neue Einstellung zum Morgen auch zu deutlich mehr Gelassenheit am Abend verholfen. Häufig war ich abends schon gestresst, wenn ich nur an den Morgen und den vermeintlichen Schlafmangel dachte. Wenn ich später ins Bett kam als beabsichtigt, hatte ich schon abends schlechte Laune. Und ich schob Arbeit oder Haushalt lieber auf bis die Hölle zufrieren würde, anstatt abends nochmal eine Runde durchzupowern und dafür etwas später, aber dafür mit einem guten Gefühl ins Bett zu gehen.

Und das alles ganz ohne Stress!

Habt Ihr ein Morgenritual? Wie sieht das bei Euch aus? 

Und falls Ihr noch keines habt, probiert doch mein Ritual (ggf. leicht abgewandelt) einfach mal einige Tage lang aus! Ihr müsst es wirklich mal probiert haben, um zu sehen, was es Euch bringt! 

This is where the magic happens! 

Vg und eine schöne Woche!

Eure Katrin

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2 Gedanken zu “Meine Morgenroutine

  1. Pingback: M.I.A. – (Missing in Action) und Oktober-Challenge | Life Law Balance

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