„Neugierig ist das neue Schwarz“ – Meine Monats-Challenge für den April

Jetzt, wo der März und damit auch die Dankbarkeits-Challenge sich dem Ende nähern, wird es für mich Zeit, über ein neues Projekt für den nächsten Monat nachzudenken. Schließlich hatte ich mir für „Zwanzigfünfzehn“ vorgenommen, jeden Monat an einem bestimmten Bereich meines Lebens zu arbeiten.
Ich habe mich dafür entschieden, im kommenden Monat mal ganz aktiv etwas für meinen Wissensdurst zu tun.

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Mir wird immer wieder schmerzlich bewusst, dass ich mich anscheinend nur noch für sehr wenig wirklich interessiere. Oft ist die Beschäftigung mit neuen Themen oder Fragestellungen für mich vermeintlich mit zu viel Aufwand verbunden, als dass ich mich regelmäßig dazu durchringen würde. Manchmal ist es mir daher vordergründig auch egal.

Dabei ist Neugier doch etwas, das das Leben ganz enorm bereichern kann. Auch abseits von Rucksacktourismus und Extremsportarten hat die Welt so viel Neues und Aufregendes für jeden von uns zu bieten. Außerdem ist Neugier die beste Medizin gegen Langeweile. Wieso sollte man sich stundenlang vor den Fernseher oder Computer hängen, wenn man die ganze Welt direkt vor der Tür hat? Wenn auch nur in Form von Büchern, Magazinen oder Dokumentationen.

Die ganze Welt ist nur eine Lektüre entfernt

Hinter jeder Ecke kann das nächste Abenteuer liegen, ob es sich um einen spannenden Roman aus einem Genre handelt, dem wir bisher noch keine Chance gegeben haben. Oder um ein Sachbuch oder eine Dokumentation, die uns in fremde Länder oder sogar zurück in der Zeit führen oder uns ein anderes bestimmtes Thema näher bringen. Oder auch um Zusammenhänge aus dem täglichen Geschehen, die uns plötzlich viel klarer erscheinen.

Der Welt und dem Leben jeden Tag mit Neugier und Wissensdurst zu begegnen ist zunächst eine Eigenschaft, die uns natürlicherweise gegeben sein müsste. Als Kinder wollen wir alles wissen, vieles verstehen und schon so manches hinterfragen.

Neugier ist kindisch?

Wieso verlieren wir diese Einstellung dann im Laufe unseres Lebens wieder? Vielleicht liegt es daran, dass Wissen im Rahmen von Schule und Studium häufig als etwas aufgefasst wird, dass es zu erledigen gilt, bevor wir uns endlich den schönen Dingen des Lebens zuwenden können. „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“ Vielleicht ist der Grund aber auch darin zu sehen, dass mit der Zeit so viele andere Aktivitäten und Verpflichtungen vermehrt die erste Geige in unserem Leben spielen. Außerdem sind viele von uns in Studiengängen oder Jobs „gefangen“, die uns geistig schon sehr viel abverlangen. Es wird heutzutage einfach ohnehin sehr viel mit dem Kopf gearbeitet.

Nichtsdestotrotz habe ich von mir selbst immer den Wunsch bzw. die Vision, ein Mensch zu sein, der eine umfassende Allgemeinbildung hat, sich für klassische Musik, Wirtschaft und Geschichte interessiert und auch darüber hinaus immer nachhakt. „Wieso ist das so? Was bedeutet jenes? Was sollte ich dazu wissen und warum ist das wichtig?“

Früher als Kind und Jugendliche war ich so ein Mensch, habe Bücher und Magazine über alles verschlungen, gern diskutiert und selber gedacht. Diesen Wissendrang und diesen Spaß am Lernen möchte ich gern wieder aufleben lassen. Aber von nichts kommt nichts.

Unter anderem durch Maikes Blogpost bin ich dann auf die Idee gekommen, diesem Thema im April eine eigene Challenge zu widmen.

Aber jetzt mal „Butter bei die Fische“, wie wir in Hamburg sagen würden: Wie will ich im April wieder Neugier als Gewohnheit und auch als Lifestyle etablieren?

1. Morgens Radio hören
Zum Teil habe ich das auch schon gemacht, seit mein Mann zum Geburtstag ein Badradio geschenkt bekommen hatte, und ich werde auch im April morgens beim Fertigmachen Radio hören, am liebsten hr info. So starte ich gleich morgens frisch informiert in den Tag und gebe dem Tag im Hinblick auf die Challenge gleich die richtige Richtung.

2. „Extrablatt, Extrablatt!“
Im April werde ich außerdem jeden Tag eine Zeitung lesen. Dazu nutze ich vorzugsweise die Zeit, die ich ansonsten im Frankfurter ÖPNV nur vertrödele. Der Einfachheit halber, um Papier zu sparen und um meine Mitmenschen nicht beim Umblättern zu „erschlagen“, entscheide ich mich dafür für das FAZ-e-Paper, das ich ganz einfach auf meinem iPad mitnehmen und lesen kann. Nur die Webseiten der Zeitungen zu besuchen, ist mir für diese Zwecke erstmal zu undifferenziert.

3. Serien nicht als Alleinunterhaltung
In der letzten Zeit bin ich immer wieder mal an Fernsehserien, wie z.B. Desperate Housewives hängengeblieben. Im April möchte ich das Gucken von Serien (und Filmen) aber auf die Begleitung von Haushaltstätigkeiten wie Bügeln, Abwasch u.ä. oder „gezielte“ Filmabende bzw. gemeinsame Abende mit meinem Mann oder Freunden beschränken.

4. Wieso, weshalb, warum?
Außerdem werde ich mich im April immer, wenn ich etwas nicht weiß, nicht kenne oder nicht verstehe, wenigstens kurz darüber informieren. Und wenn es erstmal nur bei Wikipedia ist. Vielleicht möchte ich dann ja noch mehr darüber wissen und lese weiter.

5. „Buch, Bücher, am Büchersten
Im April möchte ich wenigstens vier Bücher lesen. Was das für Bücher und wie dick diese sind, ist mir freigestellt, es zeichnet sich aber bereits ab, dass es sich bei wenigstens einem Buch um ein Sachbuch zum Thema Persönlichkeitsentwicklung handeln wird.
Dazu möchte ich auch immer ein Buch oder ein e-Book auf dem iPad oder Kindle dabeihaben. Aber vor allem wird es mein Ziel sein, abends vor dem Schlafengehen nicht mehr im Internet zu surfen. (Soll ja auch schlecht für die Schlafqualität sein…) Statt dessen lese ich dann noch ein paar Seiten im Buch meiner Wahl.

6. Den Horizont erweitern
Schließlich möchte ich im April wenigstens ein Magazin zu einem beliebigen Thema lesen. Das kann die Fit for Fun, die Geo, Spiegel Geschichte oder sonst was sein… Ich bin gespannt, worauf ich Lust haben werde!

Am 1. April, also am nächsten Mittwoch, geht es los!

Das klingt vielleicht erstmal nach sehr viel! Aber Radio höre ich morgens meistens eh schon, und das Seriengucken muss ich mir hauptsächlich beim Essen und abends abgewöhnen.

Gerade der Bereich Zeitung wird für mich die hauptsächliche Herausforderung bei dieser Challenge sein, denn eine Zeitung zu lesen (und die Infos auch zu behalten) kostet mich in der Regel viel Zeit.

Meine Taktik wird generell sein, bestehende Gewohnheiten zu ändern oder zu ersetzen. Statt im Bus oder abends im Bett im Internet zu surfen, lese ich das e-Paper oder mein Buch. Statt abends fernzusehen, versuche ich, zum Buch zu greifen usw.

Ich bin jedenfalls schon ganz gespannt, wie es laufen wird! Hoffentlich finde ich im Laufe des Aprils wieder meinen Wissendurst und finde Themen und Bereiche, die mich wirklich interessieren und mit denen ich mich vielleicht auch gern noch weiter beschäftigen möchte.

Fühlt Euch sehr gern ermutigt, die Challenge (natürlich auch abgewandelt) mit mir mitzumachen und Euch darüber mit mir auszutauschen! Wir werden nach dem April auf jeden Fall ein Stückchen schlauer sein! 🙂

Also, macht Ihr bei der Challenge mit?

Eure Katrin

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2 Gedanken zu “„Neugierig ist das neue Schwarz“ – Meine Monats-Challenge für den April

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